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Siegfried Rauch (Schauspieler)
Siegfried Rauch (* 2. April 1932 in Landsberg am Lech; † 11. März 2018 in Untersöchering) war ein deutscher Schauspieler. Rauch wirkte von Mitte der 1950er-Jahre

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Siegfried Rauch (2017)

Siegfried Rauch (* 2. April 1932 in Landsberg am Lech; † 11. März 2018 in Untersöchering)[1] war ein deutscher Schauspieler. Rauch wirkte von Mitte der 1950er-Jahre bis zu seinem Tod an über 135 Filmen und Serien mit. Bekannt wurde er unter anderem durch die ZDF-Fernsehserien Das Traumschiff und Der Bergdoktor.

Inhaltsverzeichnis
  • 1 Leben
  • 2 Privates
  • 3 Filmografie (Auswahl)
  • 4 Diskografie
  • 5 Bibliografie
  • 6 Weblinks
  • 7 Einzelnachweise
Leben

Rauch wollte ursprünglich Architekt werden. Er begann aber ein Studium der Theaterwissenschaften und machte später eine Schauspielausbildung. Sein Filmdebüt machte er 1956 mit einer Nebenrolle im Heimatfilm Die Geierwally, in den folgenden Jahren setzte er seine Karriere aber vor allem auf Theaterbühnen fort.

Nach Rollen an Theatern in Bremen, München, Berlin und Hamburg war Rauch auch vermehrt im Kino und Fernsehen zu sehen. Zu seinen erfolgreichsten Kinorollen gehörte 1970 die des Hauptmann Oskar Steiger in der Filmbiografie Patton – Rebell in Uniform, der mit sieben Oscars ausgezeichnet wurde. 1971 verkörperte er an der Seite von Steve McQueen den Rennfahrer Erich Stahler in Le Mans.

1977 spielte er die Rolle des „Thomas Lieven“ in der Fernsehserie Es muß nicht immer Kaviar sein nach dem gleichnamigen Roman von Johannes Mario Simmel. In der 14-teiligen Karl-May-Fernsehserie Mein Freund Winnetou (1980) spielte Rauch an der Seite von Pierre Brice den Old Shatterhand. Es folgten Rollen in den Fernsehserien Die glückliche Familie mit Maria Schell und Wildbach. Von 1999 bis 2013 war Rauch der Kapitän Jakob Paulsen in der ZDF-Serie Das Traumschiff. Seit 2007 spielte er als Dr. Roman Melchinger in der der ZDF-Serie Der Bergdoktor eine tragende Rolle. Seit 2017 spielte er ebenfalls in der SAT.1 Serie Knallerkerle mit. Rauch blieb bis zu seinem Tod als Schauspieler tätig und wirkte bis zu seinem Tod in über 135 Filmen und Serien mit.

Auch gibt es zahlreiche Bücher von Rauch. Unter anderem sind im Herder Verlag die Bücher Meine schönsten Weihnachtsgeschichten und Käpt’ns Dinner erschienen. 2016 folgte das Buch Le Mans, Steve McQueen – Der Film. Die Freundschaft. Die Fakten.[2] Steve McQueen, mit dem Rauch seit den Dreharbeiten zu Le Mans eine enge Freundschaft verband, wurde Taufpate seines ersten Sohnes.

Rauch war auch als Sänger aktiv; die Tätigkeit gab er zu Gunsten der Schauspielerei auf. Mit dem Orchester Martin Böttcher nahm er den Titel Frei sein, wie der Mann der in den Bergen lebt auf, eine Cover-Version von Thom Paces Titel Maybe aus der Fernsehserie Der Mann in den Bergen. Weitere Titel mit ihm sind auf Langspielplatte und auf CD erschienen. 2016 kam die Swing-CD Moonlight and Lovesongs heraus. Sie wurde im Schlosspark Theater in Berlin offiziell präsentiert.

Privates

Im Jahr 2016 wurde er zum Botschafter der Bayerischen Seenschifffahrt ernannt. 2017 wurde er mit der Bayerischen Heimatmedaille des Freistaat Bayern und dem „Kaiser Stern“ des Tourismusverband Wilder Kaiser ausgezeichnet. Rauch war ebenfalls „Botschafter“ für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und engagierte sich für die Aktion Deutschland rundet auf sowie die Dirk-Nowitzki-Stiftung.

Ab 1964 war Rauch mit Karin verheiratet und hatte mit ihr zwei Söhne. Rauch wohnte zuletzt in einem Bauernhaus in Untersöchering in Oberbayern. Siegfried Rauch starb im März 2018 im Alter von 85 Jahren nach einem Treppensturz bei einer Veranstaltung in seinem Wohnort. Er sei noch am Unglücksort verstorben.[3]

Filmografie (Auswahl)
  • 1956: Die Geierwally
  • 1957: Der Jäger von Fall
  • 1966: Kommissar X – Drei gelbe Katzen
  • 1967: Der Mönch mit der Peitsche
  • 1967: Mister Dynamit – Morgen küßt Euch der Tod
  • 1967: Die fünfte Kolonne (Folge Ein Anruf aus der Zone)
  • 1967: Das Kriminalmuseum (Folge Die Kamera)
  • 1968: Im Banne des Unheimlichen
  • 1968: Peter und Sabine
  • 1968: Kommissar X – Drei blaue Panther
  • 1969: Ein dreifach Hoch dem Sanitätsgefreiten Neumann
  • 1970: Patton – Rebell in Uniform (Patton)
  • 1970: O Happy Day
  • 1970: Engel, die ihre Flügel verbrennen
  • 1971: Le Mans
  • 1972: Tatort – Kennwort Fähre
  • 1973: Elefantenboy (Fernsehserie, Folge 20 Die letzte Tigerjagd)
  • 1973: Lawinenpatrouille (Fernsehserie)
  • 1973: Sie nannten sie kleine Mutter (Little Mother)
  • 1974: Der Jäger von Fall
  • 1974: Wetterleuchten über dem Zillertal (oder auch: Der gestohlene Himmel)
  • 1974: Der kleine Doktor (Fernsehserie, Folge 3 Die Notbremse)
  • 1974: Zwei himmlische Dickschädel
  • 1975: Bitte keine Polizei
  • 1975: Tatort – Das zweite Geständnis
  • 1976: Der Adler ist gelandet (The Eagle Has Landed)
  • 1976: Derrick – Auf eigene Faust
  • 1977: Derrick – Mord im TEE 91
  • 1977: Die Standarte
  • 1977: Es muß nicht immer Kaviar sein (Miniserie)
  • 1977: Waldrausch
  • 1978: Agenten kennen keine Tränen (A chi tocca, tocca…!)
  • 1979: Flucht nach Athena (Escape to Athena)
  • 1979: Mein Freund Winnetou (Fernsehserie)
  • 1980: The Big Red One
  • 1980: Astaron – Brut des Schreckens
  • 1981: Wie der Mond über Feuer und Blut
  • 1983: Derrick – Via Genua
  • 1983: Unsere schönsten Jahre (Fernsehserie, Folge Schau den Mond an)
  • 1985: Tatort – Schmerzensgeld
  • 1986: Irgendwie und Sowieso
  • 1986: Der Stein des Todes – Death Stone
  • 1987–1993: Die glückliche Familie
  • 1990: Feuer, Eis & Dynamit
  • 1993–1997: Wildbach
  • 1997/1999–2013: Das Traumschiff
  • 1997: Forsthaus Falkenau – Die Husky-Story
  • 2002: Eva – ganz mein Fall
  • 2004: Das Traumschiff – Samoa
  • 2004: Edel & Starck (Episode Eine Landpartie)
  • 2005: Die Geierwally
  • 2005: Der Ruf der Berge
  • 2006: Liebe auf vier Pfoten
  • 2007: Das Wunder der Liebe
  • 2007: Das Geheimnis meiner Schwester
  • 2007: Das Traumschiff San Francisco
  • 2007: Der Bulle von Tölz: Krieg der Camper
  • 2007: Der Ruf der Berge: Schatten der Vergangenheit
  • 2008–2018: Der Bergdoktor
  • 2009: Schwarzwaldliebe
  • 2009: Die Landärztin – Schleichendes Gift
  • 2010: Das Traumschiff – Indian Summer
  • 2011: Beate Uhse – Das Recht auf Liebe
  • 2012: Das Traumschiff – Bali
  • 2013: Die Landärztin – Entscheidung des Herzens
  • 2013: Die Landärztin – Vergissmeinnicht
  • 2014: Um Himmels Willen – Feuer unterm Dach
  • 2017–2018: Knallerkerle
Diskografie
  • Siegfried Rauch: Mich stört der Regen nicht (CD, 1996), WEA, CBU 67 019
  • Siegfried Rauch: Moonlight & Lovesongs (CD, 2015)
Bibliografie
  • Es muß nicht immer Steak sein … Mary Hahn’s Kochbuchverlag, 1981, ISBN 3-87287-077-7.
  • Meine schönsten Weihnachtsgeschichten. Herder Verlag, Freiburg 2012, ISBN 978-3-451-30498-9.
  • Käpt’ns Dinner: Geschichten, die mein Leben schrieb. Herder Verlag, Freiburg 2012, ISBN 978-3-451-30627-3.
Weblinks  Commons: Siegfried Rauch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Literatur von und über Siegfried Rauch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Siegfried Rauch in der Internet Movie Database (englisch)
  • Siegfried Rauch bei filmportal.de
  • Siegfried Rauchs Website
Einzelnachweise
  1. ↑ Schauspieler Siegfried Rauch ist tot. In: Radio Oberland. 12. März 2018. 
  2. ↑ ISBN 978-3667104625
  3. ↑ Nach Treppensturz: „Traumschiff“-Kapitän Siegfried Rauch ist tot. In: FAZ.NET. 12. März 2018, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 12. März 2018]). 
Normdaten (Person): GND: 1015049400 (PICA, AKS) | LCCN: no99026345 | VIAF: 66677232 | Wikipedia-Personensuche Personendaten NAME Rauch, Siegfried KURZBESCHREIBUNG deutscher Schauspieler GEBURTSDATUM 2. April 1932 GEBURTSORT Landsberg am Lech STERBEDATUM 11. März 2018 STERBEORT Untersöchering


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